Die Zukunft der Lessingschule

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Die 1929 erbaute Lessingschule, die sich am Paul-Gerhart-Platz inmitten der alten Waldkolonie befindet, wird auch heute noch rege genutzt. Als Grundschulstandort ist sie zwar schon lange geschlossen, aber das Leben im Quartier besteht ja aus so viel mehr. Deswegen war dies Gegenstand einer meiner parlamentarischen Anfragen in diesem Sommer – die Antwort hat einige Zeit benötigt.

Der Magistrat hat mir geantwortet:

Es finden täglich sowohl schulische als auch außerschulische Nutzungen der Räumlichkeiten in der Lessingschule statt. Dazu gehört die Schulbelegung der Erasmus-Kittler-Schule, Aktivitäten und Veranstaltungen des Diakonischen Werks DaDi, darunter Sportgemeinschaft Grün Weiß mit Gymnastik und Rücken-fit, die Karnevalsgesellschaft, Capoeira, das Tanzsportzentrum Blau Gold und das Kinder- und Jugendhaus Waldkolonie der SKA.

Darüber hinaus sind voraussichtliche Belegungen für Thai Chi durch das Uni Sport Zentrum geplant.

Was in der Auflistung fehlt: der Schulhof ist auch zentraler Ort für unsere Kerben, Begegnungs- und Weihnachtsfeste. Mangels Alternativen, muss man dazu sagen.

Der Magistrat schreibt weiter, dass die Räume der ehemaligen Lessingschule dringend für die Betreuungsangebote der Käthe-Kollwitz-Schule benötigt werden, welche im Rahmen des “Paktes für den Nachmittag” dann für alle Klassen angeboten werden. Zudem:

Zukünftig wird die Lessingschule primär für schulische Zwecke genutzt und es sind keine anderen Parallel-Nutzungen geplant. Dies schließt jedoch nicht die Anmietung der Schulräume über die Schulraumvermietung außerhalb von Schulzeiten aus.

Die Planung dafür soll im nächsten Schuljahr erfolgen.

Im Weiteren habe ich mich nach der Absperrung auf dem Hof erkundigt. Es wurde geantwortet, dass dort “eine Einsturzgefahr durch Verkehrslasten (PKW, LKW etc.) besteht und somit das Befahren des Bereiches entsprechend unterbunden werden muss”. Soweit, so bekannt.

Neu war für mich: die Behebung soll im Rahmen einer Gesamtsanierung erfolgen, die (schätze ich) sinnvollerweise erst nach der Planung für die Betreuungsangebote der Käthe-Kollwitz-Schule erfolgt. Auf die Gesamtsanierung wurde ebenfalls auf meine Frage hin verwiesen, ob es Pläne für die Sanierung der Fenster, Fassaden oder des Schuppens gibt.

In die ehemalige Lessingschule wird also zeitnah (vielleicht sogar schon 2024) wieder Leben kommen. Ich vermute optimistischerweise, dass sich die Planung der Gesamtsanierung bis ins Jahr 2025 zieht. Hoffentlich haben die Haushalte der Jahr 2026ff dann ausreichend Luft für die Sanierung – oder es findet sich der politische Wille, für diese Investition Kredite aufzunehmen. Denn lange macht es die Substanz der denkmalgeschützten Lessingschule nicht mehr mit.

Ich werde hier im Frühjahr einmal beim Magistrat nachhaken.

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