No Kings Day 3 an der Hauptwache

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Am Samstag fand an der Hauptwache der dritte No Kings Day statt, der in Frankfurt vom Resistance Roundtable organisiert wird. Einer Gruppe von US-Amerikaner*innen, die in Frankfurt ein zu Hause gefunden haben und sich hier gemeinsam mit Verbündeten aus Gewerkschaften, Wissenschaften und anderen NGOs wie Amnesty gegen Autoritäre Entwicklungen und für Demokratie und Menschenrechte einsetzen. Trotz strömenden Regen fanden um die 100 Menschen an der Hauptwache zusammen, wo ich eine kurze Rede für Amnesty halten durfte. Manche der Reden war deutsch, andere Englisch. Ich konnte mich mal wieder nicht entscheiden 🙃

Emanuel Damas – after weeks of reported pain and inadequate medical care in custody – death in ICE custody, reportedly from a tooth infection.

In an Amnesty International report from 2025 about the ICE detention system, Amnesty described the situation as “cruel, inhuman and degrading treatment”. “These abuses are not isolated incidents, but part of a deliberate system”. A system designed to punish, deter and dehumanize people – for example in “Alligator Alcatraz” detention center. To access the situation in another detention center, the Glades County Detention Center in Florida – Amnesty tried to gain access, which was right out refused.

Royer Perez Jimenez – 19 years old – death in ICE custody in Glades County Detention Center on March 16th, in what authorities describe as a suicide.

Geraldo Lunas Campos rief wiederholt: „I can’t breathe“, während er von mehreren Wärtern fixiert, zu Boden gedrückt und gewürgt wurde. A death in ICE custody, which was later ruled a homicide.

Dies sind nur drei Namen, Neben Alex Pretti und Renée Good, der 66 Menschen, die durch ICE und der Customs & Border Patrol in den Jahren 2025 / 2026 getötet wurden. Diese Namen zeigen auf, dass die entmenschlichende & stigmatisierende Politik der Trump-Regierung alle Menschen treffen kann – aber rassifizierte Menschen überproportional.

Diese Politik verursacht vermeidbares Leid – und Menschen sterben daran.

Wir sind heute hier, weil Menschenrechte nicht verhandelbar sind.
Und wir sind hier, weil wir wissen:
Autoritäre Politik beginnt nicht mit Gewalt.
Sie beginnt mit Worten. Mit der Aushöhlung von Wahrheit. Mit der Idee, dass manche Menschen weniger wert sind als andere.

We are not here because we are surprised.
Autocrats rarely hide who they are.
They tell us. He told us. In speeches. In policies. In the people they target.

Amnesty International hat immer wieder gewarnt:
Wenn Regierungen beginnen, Menschenrechte selektiv anzuwenden,
wenn sie Geflüchtete entmenschlichen,
wenn sie Protest kriminalisieren,
dann ist das kein Ausrutscher.
Dann ist das ein System.

And we are seeing that system.
A system where migration is treated like a crime.
Where detention becomes deadly punishment.
Where cruelty is not an accident — but a policy.

Geschichtsbücher werden darüber schreiben.
Und ich bin überzeugt – es wird Geschichtsbücher geben.
Und in diesen Büchern werden Fakten stehen.
Auch wenn heute weltweit von Autokraten und anderen versucht wird, Worte bedeutungslos zu machen.

They will also write about resistance.
About the people who stood up.
Who refused to accept that cruelty is normal.
Who said: not in our name.

Und deshalb sagen wir heute — klar und deutlich:

Erstens:

  • Stoppt die Menschenrechtsverletzungen durch Migrationspolitik.
  • Keine willkürliche Inhaftierung. Keine unmenschlichen Haftbedingungen.
  • Schließt Orte, an denen Menschenwürde systematisch verletzt wird.

Zweitens:

  • Schützt die Meinungs- und Versammlungsfreiheit.
  • Protest is not a crime!
  • Protestierende dürfen nicht kriminalisiert werden.

Drittens:

  • Gewährleistet Zugang zu medizinischer Versorgung und Rechtsbeistand für alle Inhaftierten.
  • Menschenrechte gelten für alle — ohne Ausnahme.

Menschenrechte sind nicht optional.
Sie sind kein Privileg.
Sie sind nichts, was Regierungen gewähren — oder entziehen können.

Sie sind eine Grenze. Und diese Grenze wird auch in den USA deutlich überschritten.

Und genau deshalb sind wir heute hier.
Weil wir alle Verantwortung tragen für die Welt in der wir leben. Weil wir laut sagen:

No kings!
No unchecked power!
No exceptions to human rights!

Mein Name ist Phil und ich richte Euch hiermit solidarische Grüße von Amnesty International Frankfurt aus. Lasst uns weiter laut sein, bis Menschenrechte Danke.

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