Die dunkle Nacht des langen Winters von Barbaros Altuğ. Gemeinsam mit Barbaros waren wir am Sonntag auf der Buchmesse. Koray hat ihn interviewed, ich habe Auszüge des Buches vorgelesen. Es geht um Güneş – in doppelter Hinsicht – denn der in Berlin lebende Güneş erfährt von einem in Istanbul verschwundenen Güneş. Er macht sich auf die Suche nach ihm, fliegt auch in die Türkei und fällt dabei in Abgründe der Homophobie und Queerfeindlichkeit, die laut dem Autor in der Türkei noch mehr an der Tagesordnung sind, als in Berlin – wo der Autor selbst wohnt. Das Buch enthält demnach auch autobiographische Elemente. Ein Satz, den Barbaros gesagt hat, hat sich bei mir eingebrannt:
Manche Wunden heilen nicht, man kann nur lernen, mit ihnen umzugehen.
Barbaros Altuğ
